Dänemark Rundreise: 9 Tage durch Süddänemark mit dem Auto
Dänemarks Süden mit dem Auto entdecken: Unsere 9-tägige Rundreise führte uns von der Nordseeinsel Fanø über Odense und Kopenhagen bis zu den beeindruckenden Kreidefelsen von Møns Klint und den idyllischen Inseln im Süden. Die Route verbindet Strand, Natur, Kultur und Großstädte und eignet sich perfekt für einen Roadtrip durch Dänemark. In diesem Beitrag zeige ich euch unsere Reiseroute, Sehenswürdigkeiten, persönliche Highlights sowie praktische Tipps für eure eigene Rundreise.
Karte unserer Dänemark-Rundreise
Tag 1 Anreise nach Esbjerg
Für uns ging die Rundreise an einem Samstag Nachmittag bei Stuttgart los. Rund zehn Stunden später kamen wir kurz vor Mitternacht in Esbjerg ein. Die Fahrt verlief erstaunlich entspannt – kaum Stau, wenig Verkehr.
In Esbjerg angekommen, war scheinbar noch längst nicht Schlafenszeit. Die Innenstadt war voll, denn während unseres Aufenthalts fand dort ein Festival statt. Überall waren Menschen unterwegs. Übernachtet haben wir im Hotel Ansgar, das sich in zentraler Lage befindet und sich für eine Zwischenübernachtung auf der Anreise eignet.

Hotelzimmer im Hotel Ansgar 
Blick auf die Straße
Tipp: Im Parkhaus Danmarksgade konnten wir das Auto über das Wochenende kostenlos bis zu unserer Abreise am Sonntag stehen lassen
Falls eure Anreise etwas kürzer ausfällt oder ihr unterwegs noch Zeit habt, lohnt sich ein Zwischenstopp in Ribe. Dänemarks älteste Stadt wird für ihre schöne Altstadt mit den Kopfsteinpflaster und den gut erhaltenen Fachwerkhäusern geliebt und steht definitiv auf unserer Liste für den nächsten Dänemark-Trip..
Tag 2 Esbjerg entdecken & mit der Fähre nach Fanø
Wir hatten ca. 3 Stunden eingeplant, um nach dem Frühstück im Hotel Esbjerg zu erkunden. Wir waren positiv überrascht von der Stadt und der Stimmung. Es gibt eine schöne Innenstadt mit stilvolle Boutiquen und Cafés. Es loht sich daher, nicht an einem Sonntag in der Stadt zu sein, wenn die Geschäfte geschlossen haben.
Der Esbjerg Wasserturm ist ein Wahrzeichen der Stadt und daher unser nächstes Ziel. Um zu dem Wasserturm zu gelangen, geht es zu Fuß entlang eines kleinen hübschen Parks. Der Wasserturm liegt auf dem höchsten Punkt der Stadt zum Meer hin. In den Turm reingehen konnten wir leider nicht. In unmittelbarer Nähe des Turms befindet sich das Kunstmuseum von Esbjerg. Wir haben uns aufgrund der kurzen Zeit aber nur den Eingang und den Shop angesehen.
Stattdessen sind wir ca. 15 Minuten über eine Fußgängerbrücke aus rostrotem Stahl zum Dockhafen (Dokjev) gegangen. Von der Brücke aus hat man bereits einen schönen Blick auf den Hafen, aber auch nochmal rückblickend auf den Wasserturm. Im Rahmen des jährlichen Esbjerg Kultur- und Stadtfest im Juni 2026 war an dem Sonntag ein Container Kunstevent aufgebaut, so dass wir die Werke lokale Künstler und Kreative sehen und/ oder auch kaufen konnten.

Dockhafen von der Brücke aus 
Container Kunst
Tipp: Wir haben im Gespräch eine super App-Empfehlung erhalten, die hilft, alles Sehenswürdigkeiten/ Highlights in der Umgebung mit Entfernung direkt zu sehen: Govisit 2.0
Bevor wir nach Fanö übergesetzt haben, navigierten wir mit dem Auto zum Sædding Strand nordwestlich vom Esbjerger Stadtzentrum. Dort steht das zweite Wahrzeichen von Esbjerg: „Der Mensch am Meer“ (dänisch: Mennesket ved Havet). Es ist eine neun Meter hohe Gruppe von 4 Skulpturen aus weißem Beton, geschaffen vom Svend Wiig Hansen. Die Skulpturen-Gruppe steht direkt an einem schmalen Strand. Wer möchte kann oberhalb der Strandes entlang eines Weges nahe des Wasser spazieren gehen. Es gibt einen Parplatz direkt neben der Skulpturen-Gruppe, außerdem Tische und ein Fastfood-Truck.

Skulpturen – Gruppe 
Der Mensch am Meer
Und wieder könnte man – wer noch Lust und Zeit für eine weitere Aktivität in Esbjerg hat, dass nahegelegende Fisch- und Schiffahrtsmuseum besuchen. Wir wollten aber rechtzeitig auf Fanö übersetzen, um dort etwas mehr Zeit zu haben.
Um mit dem Auto auf die Insel Fanö zu gelangen, nutzt man am besten die Fähre. Tickets hatten wir bereits Online gekauft, da wir Sorge hatten, dass wir nicht zur geplanten Uhrzeit übersetzen können. Letztlich unnötig, da online zwar eine Uhrzeit ausgewählt werden muss, dass Ticket aber über den Tag flexibel genutzt werden kann. Außerdem ist in dem Preis auch ein Rückfahrticket enthalten. Die Fähre von Esbjerg nach Fanö fuhr um die Tageszeit alle 20 Minuten und braucht nur 12 Minuten – kaum Wartezeit, super Organisation. Kostenpunkt für ein Auto ( < 6M) und 2 Personen sind ca. 66 Euro.
Der Hafen von Fanö befindet sich im Hauptort Nordby, wo wir ein Airbnb-Zimmer gemietet haben. Wir durften die 2 Nächte auf Fano Gäste von Charlotte sein, welche noch bis Herbst die Gläserei und das Airbnb – Zimmer betreibt. Auf der Insel gibt es aber auch zahlreiche schöne Ferienwohnungen, die in den Dünen und in Strandnähe liegen. Dies hat sicher auch seinen Charme.

Einkaufsstraße in Norby 
Blick aus Airbnb der Glasbläserei
Der Nachmittag und Abend stand uns nun für die erste Bernsteinsuche zur freien Verfügung . Charlotte gab uns den Tipp nach Fano Bad Strand zu fahren. Dort befindet sich ein sehr breiter, fester Strand, den wir mit dem Auto befahren konnten. Das Wasser zog sich bereits zurück und wir konnten mit der Suche loslegen. Das Wasser war im Juni noch kalt, die Sonne kam an dem Wochenende nur selten heraus und es war sehr windig. Dafür wenig Touristen und leere Strände an dem Tag. Am Ende war die Ausbeute an Bernstein nicht so hoch wie erwartet.

Befahrbarer Strand Fano Bad 
Strandweite Fano Bad
Wer auf Fano in einem Restaurant zu Abendessen möchte, sollte auf keinen Fall zu spät sein. Viele Restaurants machen um 19:30/ 20 Uhr zu. Daher haben wir bei Restaurant Dino, dass bis 21 Uhr geöffnet hatte zwei sehr leckere vegetarische Pizzen bestellt. Die waren so lecker, dass wir gleich am zweiten Abend nochmal dort waren. Sicherlich gibt es auch noch andere Restaurants, aber wenn man etwas vegetarisches sucht, ist man eingeschränkter.
Tag 3 Nordby, Sønderho und das älteste Seezeichen Dänemarks
Aufgrund des starken Windes mussten wir kurzfristig unsere Pläne Blowkart zu fahren auf den nächsten Tag verschieben. Den Morgen nutzte ich ab 10 Uhr für einen kleinen Stadtbummel in der Einkaufsstraße von Nordby. Montags war in der Straße deutlich mehr los wie letzten Nachmittag. Am Ende der Einkaufsstraße fand ich diesen kleinen Shop Rod (s. unten) und konnte nicht widerstehen, mir ein kleines Andenken von Fano mitzunehmen. Aus angespülten Holz und Bernsteinen werden hier in Handarbeit kleine Kunstwerke, Schilder, Schlüsselanhänger und Mobiles angefertigt. Letzteres hängt nun in meinem Wohnzimmer und macht mir große Freude.
Wir machten uns dann mit dem Auto auf dem Weg nach Sønderho (ca. 10km von Nordby entfernt). Wer nicht in 13 Minuten mit dem Auto da sein will, der kann sich auch in Nordby ein Fahrrad ausleihen und in ca. 30 Minuten in den Süden der Insel fahren.
Sønderho wurde mit seinen vielen, alten, schönen Häuser als hübschestes Dorf Dänemarks erkoren. Wir können bestätigen, dass das Dorf ein Besuch wert war. Perfekt für einen kleinen Spaziergang und Kaffee und Kuchen im Café Nanas Stue, welches ich nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch aufgrund gemütlicher, liebevoller Einrichtung empfehlen kann. Das Café ist gleichzeitig ein Fliesenmuseum. Ein Stopp hier lohnt sich in jedem Fall. Das Kunstmuseum und das Hannes Hus von Sønderho hatten leider geschlossen. Schaut unbedingt nach den Öffnungszeiten, falls ihr auch dort einen Stopp plant.

Café und Fliesenmuseum 
Karottenkuchen
Von Sønderho aus könnt ihr zum Æ Kåver laufen, Dänemarks ältestes Seezeichen, das früher den Segelschiffen den Weg von Nordsee in die Gezeitenrinne Knudedyb zeigte. Hier habt ihr einen tollen Blick in die Dünenlandschaft und sehr vielleicht das ein oder andere Reh.

Æ Kåver 
Dünenlandschaft
Charlotte hatte uns außerdem empfohlen auf den höchsten Berg der Insel zu steigen. Da dieser auf unserer Strecke lag, hatten wir den Abstecher noch gemacht. Der höchste „Berg“ auf der dänischen Insel Fanø ist der Pælebjerg und eigentlich eine gewaltige Düne. Von einem Parkplatz aus liefen wir durch Heide, Sand und Nadelwald zu einem Aussuchtspunk. Der Ausblick über das Meer und die Dünenheide war wunderschön.
Den Nachmittag und Abend haben wir nochmals in Fano Bad mit Bernstein- und Muschelsuche verbracht, bevor wir uns nochmals ins Restaurant Dino eine Pizza genehmigt hatten.
Tag 4 Fanø Blokart und märchenhaftes Odense
Der Wind stimmte heute, sodass wir uns nach Verabschiedung von Charlotte auf dem Weg zum Blokart machen konnten. Wir hatte zweit Tage zuvor online über Fanø Blokart eine Stunde Action gebucht. Kostenpunkt: 45 Euro pro Person – deutlich günstiger als GoKart fahren. Erfahrung hatten wir bislang keine.
Um zum Blokart zu gelangen, fuhren wir 2km auf dem Strand Rindby. Sören empfing uns freundlich und gab uns eine kurze Einweisung. Nett gemeinter Rat: immer erst loslegen, wenn man weiß, wie man bremst… Nachdem ich mich erstmal etwas ungeschickt angestellt hatte, konnten wir nach Ablegen der Unsicherheit mit einem Tempo von bis zu 53kmh über den Strand fegen – nur durch die Kraft des Windes. Blokart zu fahren war definitiv ein Highlight des Urlaubes! Eine Stunde war dafür perfekt.
Über Rindby Strand schwebten derweil unzählige Drachen am Himmel. Anlass war das alljährliche Drachenfestival. Obwohl das Festival offiziell erst am Wochenende starten sollte, waren bereits zu Wochenbeginn einige Urlauber angereist und ließen ihre Drachen steigen.

Blokart 
Drachenfest Fanø
Dann wurde es Zeit die Insel zu verlassen. Mit der Autofähre ging es unkompliziert 12 Minuten zurück zum Hafen von Esbjerg und dann 150km (2 Stunden 15 Minuten) nach Odense.
Märchenhaftes Odense
Odense befindet sich auf Fünen und gehört zu den ältesten Städten Dänemarks. Odense ist Geburtsort des berühmten Märchendichters Hans Christian Andersen, welcher die bekannten Märchen Die kleine Meerjungfrau, Das hässliche Entlein, Des Kaisers neue Kleider und Die Schneekönigin uvm schrieb. Heute ist Odense eine lebendige Studentenstadt mit schönen Parkanlagen.
Nach Ankunft in Odense mussten wir erstmal eine Parkmöglichkeit finden, wo wir unser Auto mind. eine Nacht möglichst günstig stehen lassen konnten. Günstig gab es leider nicht. Da es in der Nähe unseres Hotels Cabinn Odense war, parkten wir schließlich im Parkhaus unter der ODEON-Konzerthalle. Der nächstgelegene Eingang (VEST) befindet sich in der Nørregade 55–61, 5000 Odense C. Die Parkgebühr beträgt 24 DKK pro Stunde, maximal 230 DKK pro Tag.
Wir hatten bei der Planung ein zentrumnahes, günstiges Hotel inkl, Frühstück gesucht. Cabinn Odense entsprach diesen Kriterien, war zentral genug, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Das Zimmer, insbesondere das Bad, waren aber wirklich einfach und sehr klein. Luxus war das natürlich nicht.
Nach einem kurzen Check-in machten wir uns auf den Weg zum Hans Christian Andersen Museum und erfüllten mir damit einen kleinen Traum aus meiner Kindheit. Wir waren um ca. 15:30 Uhr dort und hatten wegen den Öffungszeiten leider nur eineinhalb Stunden Zeit uns das Museum anzusehen. Da wir unbedingt noch bis 17 Uhr einen Kaffee und Kuchen im nahegelegenden Café deilig genießen wollten, wurde der Besuch sportlich.
- Öffnungszeiten (Juli/August):täglich 9:00–18:00 Uhr. Von April bis Juni sowie September bis Oktober ist das Museum täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
- Eintritt Erwachsene: 165 DKK. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Mit dem Museumsticket ist außerdem der Eintritt in das Hans Christian Andersens Kinderhaus innerhalb von 30 Tagen inklusive.
Im Museum erhielten wir einen Audioguide in Form einer Fernbedinung, die wir wie ein Handy ans Ohr halten konnten. Das Museum war bunt, interatkiv und erzählte nicht nur Hans Christians Leben, sondern zeigte seine Märchen in tollen Kulissen.
„To travel is to live.“
— Hans Christian Andersen, The Fairy Tale of My Life (1855)
Nach besagten Kaffee und Kuchen um 17 Uhr war ausreichend Zeit, sich die Außenanlage des Museums anzusehen und durch die Altstadt zu spazieren. Für das H.C. Kinderhaus hatten wir leider keine Zeit mehr.

Café deilig 
Altstadt Odense
Vom H.C. Andersen Museum liefen wir durch die Straßen von Odense zur Grünanlage Munke Mose, der größte und beliebteste Stadtpark im Zentrum von Odense. Er liegt direkt am Fluss Odense Å und ist eine grüne Oase mitten in der Stadt. Wir waren begeistert von der Natur und der Stimmung an dem Abend. Es waren zahlreiche junge Menschen unterwegs, es spielte Musik und Menschen saßen im Park zum picknicken. Es fand am Abend ein Lauf für Frauen statt, den ein Frauenmagazin veranstaltet hatte.
Tipp: Wer in Odense ein schönes Restaurant sucht, findet bei Banh Mi Sai Gon wenigstens ein leckeres vegetarisches Hauptgericht. Uns hat es sehr gut geschmeckt.
Tag 5 Egeskov Slot – Dänemarks märchenhaftes Wasserschloss
Auf dem Weg von Odense nach Kopenhagen planten wir einen vollen Tag für das Egeskov Schloss mit seinen schönen Gärten und Ausstellungen ein. Von Odense aus fuhren wir ca. 30 Minuten in den südlichen Teil von Fünen.

Wasserschloss Egeskov
Egeskov zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Fünen. Das 1554 erbaute Schloss gilt als Europas besterhaltene Wasserburg und ist von einer weitläufigen Parkanlage mit historischen Gärten umgeben.
Bis in die 1950er-Jahre war Egeskov vor allem ein landwirtschaftliches Gut. Als die Landwirtschaft zunehmend mechanisiert wurde und weniger Arbeitskräfte benötigte, begannen die Eigentümer, die historischen Schlossgärten gezielt auszubauen und für Besucher zu öffnen. Die heutigen Gärten wurden im Laufe der Zeit zu einer der schönsten Gartenanlagen Dänemarks weiterentwickelt. Auf Egeskov sind neben Schloss und Gärten zahlreiche Ausstellungen.
Das Sommerticket mit Schlosseintritt, Park, Garten und Austellungen kostete uns 265 DKK pro Erwachsenen (ohne Schlossbesichtigung 225 DKK).

Übersichtskarte
Der Egeskov-Garten erhielt im Jahr 2012 von den European Garden Awards den Preis für den am besten entwickelten und restaurierten historischen Garten Europas. Besonders beeindruckend war die vielzahl an Themengärten, die wir nach und nach mit allen Sinnen erkunden konnten. Von den 17 Themengärten hat uns mit am besten gefallen:
- der Garten des Lebens & Sonnengarten – Ein außergewöhnlicher Themengarten mit Sonnenuhr und symbolischer Gestaltung der vier Jahreszeiten (14 +15)
- und der Küchengarten (3) – Der Küchengarten verbindet Nutz- und Zierpflanzen und liefert mit Gemüse, Kräutern, Obst und essbaren Blüten frische Zutaten für die Schlossküche
Tipp: Es gibt einen Pflanzenshop, in welchem man zahlreiche Pflanzenarten erwerben kann, die im Egeskov Schlossgarten angepflanzt werden.

Garten des Lebens 
Küchengarten
Auch das Schloss selbst ist definitiv einen Besuch wert. Besonders beeindruckt hat uns, wie gut erhalten und liebevoll restauriert die Innenräume sind. Ein Grund dafür ist, dass sich das Schloss bis heute in Privatbesitz befindet und noch immer von der Eigentümerfamilie bewohnt wird. Dadurch fühlt es sich weniger wie ein Museum als vielmehr wie ein bewohntes Zuhause an. In vielen Räumen stehen beispielsweise Wasserflaschen neben den Betten bereit, sodass es wirkt, als könnten dort jederzeit Gäste übernachten.
Für die Märchen-Fans: Auch H.C. Andersen besuchte das märchenhafte Schloss Egeskov zwei Mal (1842 und 1848). In einer Vitrine des Schlosses kann man H.C. Andersen Scherenschnitt – Puppe und die dazugehörigen Kleider sehen.
Tipp: Nutze den digitale Guide über die Website von Egeslov Slot, um genau solche Details zu erfahren.

Die Jagtstube 
Das Trumzimmer der Gräfin
Das verrückteste an der ganzen Anlage waren unserer Meinung nach die unglaubliche Vielfalt an Ausstellungsthemen. Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei: Es gibt u.a. das
- Camping Outdoor Museum – Europas erstes Campingmuseum mit historischen Wohnwagen, Zelten und Campingausrüstung.
- Oldtimer- und Klassikermuseum – historische Autos, Motorräder, Flugzeuge
- Falck-Museum – Fahrzeuge und Geschichte des dänischen Rettungsdienstes mit Feuerwehr- und Krankenwagen.
- Modeausstellung – Kleidung, Accessoires und Mode aus der Zeit von etwa 1850 bis 1900.
- Landwirtschafts- und Kutschenausstellung – historische Landmaschinen, Geräte und Pferdekutschen, die das frühere Leben auf dem Gut zeigen.
- Kaufmanns- und Handwerksausstellung – Einblicke in historische Läden und traditionelle Handwerksberufe.
- Ahlefeldt-Galerie – Werke des heutigen Schlossherrn Michael Ahlefeldt-Laurvig-Bille mit zeitgenössischer Kunst.
Hinter den Ausstellungshäusern entdeckten wir zum Abschluss noch den Duftgarten. Mit geschlossenen Augen schlenderten wir durch die Beete und nahmen bewusst die unterschiedlichen Düfte der Pflanzen wahr. Nach diesen Eindrücken gönnten wir uns erst einmal ein Eis im Park, bevor wir uns erfolgreich durch das Heckenlabyrinth kämpften, über Trittsteine einen kleinen Teich überquerten und anschließend den Baumwipfelpfad erklommen. Auch für Kinder hat Egeskov viel zu bieten: Zahlreiche Spielplätze und Abenteuerbereiche sorgen dafür, dass garantiert keine Langeweile aufkommt.

Wassergarten mit Trittsteinen 
Baumwipfelpfad
Hinweis für den Besuch: Schaut am besten rechtzeitig nach, ob zur Zeit ein Event im Park stattfindet. Während wir dort waren, wurde das Heartland Festival vorbereitet. Der größte Teil des Parks war zugänglich, das Restaurant war allerdings geschlossen. Es gab aber ein Kiosk mit Snacks wie Pommes, Eis und Getränken. Für uns völlig ausreichend.
Überfahrt Storebæltsbroen nach Kopenhagen
Nach einem wunderschönen Tag im Egeslov Slot ging es nun nach Kopenhagen. Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden (167km). Wir mussten dafür über die mautpflichtige Brücke Storebæltsbroen (deutsch: Großer-Belt-Brücke, englisch: Great Belt Bridge) fahren. Sie verbindet die Inseln Fünen und Seeland und ist Teil der E20. Die gesamte Querung über den Großen Belt ist rund 18 Kilometer lang.
Für Pkw fällt eine Maut an, die an der Mautstation auf der Seeland-Seite bezahlt wird. Wir haben kurz vor der Überfahrt gestoppt und ein Ticket online über die offizielle Buchungsseite von BroBizz gekauft (205 DKK). Das war allerdings keine gute Idee! Wichtig: Das Ticket erhaltet ihr zwar direkt nach Bezahlung per Mail, ABER das Ticket ist erst 20 Minuten nach dem Kauf für die Nutzung der Storebælt-Brücke gültig. Wenn ihr online kauft, dann also nicht erst kurz vor der Üebrfahrt.

Storebæltsbroen
Ankunft in Kopenhagen
Wir haben uns auch hier wieder für eine günstige Übernachtung im Cabinn Copenhagen entschieden. Wir nutzen das Hoteleigene Parkhaus für die zwei Nächte. Kosten fürs Parken: 210 DKK pro Tag. Das Hotelzimmer war sehr einfach, klein und unpersönlich. Allerdings hatte das Hotel eine gute Lage und bat Frühstück an. Aber auch letzteres war aufgrund der Größe des Hotels eher Massenabfertigung.
Da wir schon recht erschöpft vom Tag waren, suchten wir uns ein naheliegendes Restaurant und planten unseren nächtsten Tag in Kopenhagen.
Tag 6 Ein Tag in Kopenhagen

Nyhavn
Um den einen vollen Tag in Kopenhagen möglichst perfekt zu nutzen, hatten wir uns für eine Free Walking Tour angemeldet. Im Vergleich gefiel uns das Angebot von Copenhagen free walking tours am besten. Die Stadtführung zu Fuß dauert etwa 2½ bis 3 Stunden und führte uns durch das Herz von Kopenhagen. Dabei entdeckten wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten inkl. Nyhavn der Stadt, erfuhren historische sowie politische Hintergründe und hörten interessante Geschichten. Die Tour war auf Englisch und startete 10:30 Uhr am Rathausplatz. Für diese Tour sollte man gut zu Fuß sein. Die Tour endete am Schloss Amalienborg.
Ab Amalienborg konnten wir die Highlights, an denen wir zuvor nur kurz vorbeigekommen waren, noch einmal in aller Ruhe entdecken. Außerdem nutzten wir die Empfehlungen unseres Guides zu Restaurants, Cafés und Geschäften, um Kopenhagen auf eigene Faust weiter zu erkunden.
Tipp: Macht euch schon im vorhinein Google Maps auf und markiert euch alles, was ihr in Kopenhagen sehen wollt. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten hier eine nicht vollständige Auflistung unserer zusätzlich markierten Stopps:
- Hart Bäckerei, um ein Kardamom Gebäck zu essen
- Dekogeschäft Choisi
- Kleidungsgeschäft Boii Studio und Norr
- Geschäft für Modeaccessoires Pico
- Die kleine Meerjungfrau
- DOP The Organic Sausage man (veget. Hotdog)
- Osterberg Ice Cream
- Der botanische Garten
- Freistadt Christiana Frelsers Kirke
- Sicher interessant aber zeitlich nicht geschafft der Tivoli und das Kunstmuseum Ny Carlsberg Glyptotek.
Nach der Stadtführung gingen wir von Amalienbourg erstmal zur Hart Bäckerei (Store Kongensgade 75, ca. 5 min) für Kaffee und ein Kardamon Gebäck. Von dort aus hat man einen beeindruckenden Blick auf die Frederiks Kirke. Die Frederiks Kirke, auch Marmorkirche genannt, erinnert mit ihrer mächtigen Kuppel und der barocken Architektur stark an den Petersdom.

Hart Bäckerei 
Mamorkirche
Nicht weit weg befindet Choisi, ein schöner Concept Store. Wir fanden den Store besonders schön, weil es hier keine Massenware gibt, sondern einzigartige, liebevoll ausgewählte Stücke wie Postkarten, Keramik, Kerzen oder 3D Druck. Wer sich stilvolle dänische Deko mit nach Hause nehmen will, wird hier sicher fündig.
Wer eher nach klassischen Mitbringseln sucht, findet natürlich überall in der Stadt Souvenirshops. Sehr zu empfehlen ist der Souvenirshop Copenhagen Vibes nahe Amalienbourg, den wir nach unserem Kaffee aufsuchten. Sehr freundliche Inhaber und es gibt Kaffee, Tee, süße Snacks, Bier und auch eine Toilette für die Gäste.

Choisi 
Copenhagen vibes
Unser nächstes Ziel war die Kleine Meerjungfrau im Norden Kopenhagens, denn während der Free Walking Tour hatten wir die berühmte Statue nicht besucht. Unser Guide warnte uns schon vorher: Die kleine Meerjungsfrau ist die zwei entäuschenste Sehenswürdigkeit nach Manneken Pis in Brüssel.
Die Kleine Meerjungfrau wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Deshalb spazierten wir vom Amaliehaven entlang der Uferpromenade in Richtung Kastell. Unterwegs lohnt sich ein kurzer Stopp am beeindruckenden Gefionbrunnen sowie an der anglikanischen St.-Albans-Kirche. Anschließend überquerten wir die Brücke zum Kastell, durchquerten die historische Festungsanlage und gelangten schließlich von der Rückseite zur berühmten Kleinen Meerjungfrau.
Schließlich erreichten wir die Kleine Meerjungfrau. Obwohl unsere Guides erzählt hatten, dass sie kleiner ausfällt, als viele Besucher erwarten, und oft als eher unspektakulär empfunden wird, versammelten sich zahlreiche Menschen, um ein Foto mit ihr zu machen. Auch wir machten ein schnelles Erinnerungsfoto und ließen den Trubel anschließend hinter uns.
Nach unserem Besuch bei der Kleinen Meerjungfrau bekamen wir Lust auf einen typisch dänischen Hotdog. Da der Kiosk direkt neben der Statue jedoch wenig einladend aussah, folgten wir dem Tipp unseres Guides und machten uns auf den Weg zu DOP – The Organic Sausage Man, wo es auch vegetarische Hotdogs gibt.
Da wir nicht den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen wollten, mieteten wir uns spontan Fahrräder. Uns wurde erzählt, dass die Einheimischen am liebsten mit den orangefarbenen Leihfahrrädern von Donkey Republic unterwegs sind. Die Räder lassen sich ganz unkompliziert per App ausleihen, entsperren und an zahlreichen Stationen in der Stadt wieder abstellen. Besonders praktisch: Man kann zwischen Kurzzeitmieten und Tagestarifen wählen – ideal, um Kopenhagen wie die Locals auf zwei Rädern zu erkunden.
Nach nur elf Minuten Fahrt erreichten wir Strøget, Kopenhagens berühmteste Einkaufsmeile und eine der längsten Fußgängerzonen Europas. Von dort waren es nur noch wenige Schritte bis zu unserem wohlverdienten Hotdog. Und der war lecker!
Lange hielten wir uns jedoch nicht auf der Einkaufsstraße auf. Stattdessen schwangen wir uns wieder auf unsere Fahrräder und fuhren zunächst zum Nyhavn, da wir dort während der Free Walking Tour nur wenig Zeit gehabt hatten. Nachdem wir den Hafen noch einmal in aller Ruhe auf uns wirken ließen, setzten wir unsere Tour fort und radelten weiter nach Christiania.
Unser nächstes Ziel war die Vor Frelsers Kirke im Stadtteil Christiana. Sie zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Kopenhagens und ist vor allem für ihren außergewöhnlichen Turm mit der spiralförmigen Außentreppe bekannt. Nach dem Aufstieg wird man mit einem beeindruckenden 360-Grad-Blick über die Dächer der Stadt belohnt. Wer schwindelfrei ist, sollte sich dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen. Für uns war es definitiv ein weiteres Highlight! Mich erinnert der Blick von oben ein wenig an meine Heimatstadt Kiel 🙂

Vor Frelsers Kirke 
Blick von oben
Den Abend verbrachten wir am Hafen von Christiania. Es war der erste richtig warme Tag des Jahres, und zahlreiche Menschen saßen am Wasser, trafen sich mit Freunden oder genossen die sommerliche Stimmung. Von dort aus gingen wir zu Fuß zurück zum Hotel.
Unser Weg führte uns über die Brücken auf die gegenüberliegende Hafenseite und anschließend entlang der Promenade. Immer wieder boten sich schöne Ausblicke auf das Wasser und die moderne Architektur. Entlang der Uferpromenade luden Holzstege zum Schwimmen im klaren Hafenbecken ein, während andere die Outdoor-Fitnessgeräte nutzten oder den Abend bei einem Aperitif in einem der Bars und Cafés am Wasser ausklingen ließen.

Hafen Christiana 
Uferpromenade
Tag 7 Møns Klint – Zwischen Kreidefelsen und Donnerkeilen
Am nächsten Morgen entschieden wir uns spontan nicht nochmal nach Kopenhagen rein zu gehen, sondern nach dem Frühstück im Hotel direkt zu unserem nächsten Ziel Møns Klint aufzubrechen. Der Kreidefelsen Møns Klint ist UNESCO-Welterbestätte und ein einzigartiger Ort zum Wandern und Staunen. Er bildet die höchste Steilküste an der dänischen Ostseeküste. Die fahrt dauerte ca. 1 h 50 Minuten (140km).
Tipps:
- Für Møns Klint planen wir bewusst einen ganzen Tag ein.
- Direkt am GeoCenter Møns Klint befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem wir für 45 DKK parken können (Stand Juni 2026).
- Im Rucksack haben wir Wasser, ein Handtuch und eine Tüte für Fossilien und Steine dabei – eine Entscheidung, die sich später definitiv auszahlen wird. Besser wäre noch ein Snack oder sogar ein Picknick.
- Festes Schuhwerk bzw. Wanderschuhe sind vom Vorteil
Unseren Besuch starten wir im naheligenden GeoCenter Møns Klint. Die interaktive Ausstellung erzählt die faszinierende Geschichte von Møns Klint und nimmt uns gleichzeitig mit auf eine Reise durch Dänemarks Vergangenheit. Auf spannende Weise erleben wir hier 70 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Interaktiv zum Thema Kreide im Alltag 
Ausschnitt Fossilienausstellung
Als Erwachsene zahlen wir 155 DKK (Stand Juni 2026) für die Tageskarte (Der Eintritt für die Klippen ist natürlich kostenlos). Besonders beeindruckt haben uns die Fossilien- und Bernsteinsammlung, die uns direkt Lust macht, später selbst am Strand auf die Suche zu gehen. Auch die VR-Erlebnisse bleiben uns in Erinnerung. Beim „Männlichkeitstest“ (so vom GeoCenter bezeichnet) stehen wir virtuell am Rand der Klippe und testen unseren Mut. Daneben gibt es ein 3D- Kino und eine Workshop-Area zum Basteln und Forschen (vielleicht eher für Kids).
Bevor wir aufbrechen, gönnen wir uns noch einen Kaffee und ein Teilchen im Café. Nicht günstig, aber es gab ein Kaffee+Teilchen Angebot. Deftiges gab es hier auch.
Anschließend beginnt unsere Wanderung an Møns Klint. Insgesamt gibt es neun markierte Wanderwege. Schilder zeigen dir, wo der Weg beginnt. Wir entscheiden uns für die dramatischste Route, Route 5, die Graryg Route (2,3 km).
Der Weg führte zunächst über einen wunderschönen Holzsteg oberhalb der Klippen und anschließend durch einen schattigen Wald. Immer wieder eröffneten sich beeindruckende Ausblicke auf die weißen Kreidefelsen, bevor uns eine lange Treppe mit rund 500 Holzstufen hinunter an den Strand brachte.
Am Fuß der Klippen bleiben wir erst einmal stehen. Die gewaltigen Kreidewände wirken noch beeindruckender als von oben. Kreide, Steine, Sand sowie abgestorbene Äste und Bäume füllen die Landschaft. Vor uns liegt die Ostsee, am Horizont ziehen kleine Schiffe vorbei.

Hang 
Weg am Fuß der Klippen
Wir suchen uns einen Platz am Strand, machen eine Pause und genießen die Aussicht und beginnen dann die Suche nach Fossilien und Bernstein. Schon nach kurzer Zeit entdecken wir die ersten Donnerkeile. Die Wahrscheinlichkeit, hier welche zu finden, ist tatsächlich erstaunlich hoch.
Was sind Donnerkeile? Ein Donnerkeil ist die volkstümliche Bezeichnung für das fossile Rostrum von Belemniten. Diese lebten vom unteren Jura bis in die obere Kreidezeit und starben vor rund 65 Millionen Jahren aus. Wie wir im GeoCenter gelernt haben, diente das Rostrum unter anderem dazu, den Auftrieb des Phragmokons auszugleichen. Die Bezeichnung „Donnerkeil“ entstand, weil die Fossilien nach Gewittern häufig aus der Erde gespült wurden und man früher glaubte, der Donnergott habe sie während eines Gewitters auf die Erde geschleudert.
Im Laufe des Nachmittags finden wir etwa 15 mehr oder weniger schöne Donnerkeile. Jedes Fundstück fühlt sich ein wenig wie eine kleine Zeitreise an. Nach Bernstein halten wir ebenfalls Ausschau, finden aber nur ganz Kleine. Vielleicht waren es auch nur Steine…

Donnerkeil Fossil 
Kreide mit Muster
Die Zeit vergeht an den Klippen schnell und gegen 18 Uhr treten wir den Aufstieg zurück an. Die vielen Holzstufen haben es durchaus in sich, doch entlang der Treppe stehen immer wieder Holzbänke bereit.
Nach den vielen Eindrücken machen wir uns auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft. Für unseren Aufenthalt haben wir ein Tiny House in bei Udby ca. 20 Minuten von Mons Klint entfernt mit wunderschöner Terrasse und Ausblick gemietet. Dort möchten wir den Abend entspannt ausklingen lassen.

Tiny House bei Udby 
Sonnenuntergang
Für uns war Møns Klint eines der Highlights unseres Dänemark-Urlaubs.
Tag 8 Nyord und Entspannung am Strand
Unser Ziel für den frühen Nachmittag ist die idyllische Insel Nyord, ca. 15 Minuten mit dem Auto von Stege entfernt. Auf der 5 km² großen Insel Nyord findest du neben 400 Hektar Salzwiesen das kleine Dorf „Nyord By“ mit Gassen, alten Höfen und Häusern sowie einen Hafen. Um nach Nyord zu kommen, überquerst du die einspurig befahrbare Nyord-Brücke. Anders als vermutet können wir mit dem Auto auf die „autofreie Insel“ fahren – jedenfalls bis zum Dorfeingang.
Fährst du ein Stück weiter, siehst du den Vogelbeobachtungsturm Fugletårn Nyord Enge, auf den wir hochgegangen sind. Auf Nyord gibt es eine Vielzahl von Vogelarten, die man von dort aus bestaunen kann. Überrascht sind wir auch von den vielen kleinen Marienkäfern – jedenfalls Ende Juni.

Vogelbeobachtungsturm 
Ausblick auf die Salzwiesen
Zunächst suchen wir nach einem schönen Strand und fahren die lange Straße bis zum Ende (P Vesternaes Nyord). Einen Strandzugang finden wir hier allerdings nicht, sondern lediglich ein Hinweisschild für einen Spazierweg Richtung Nyord Havn. Da es für den Spaziergang zu heiß ist, parken wir auf dem offiziellen Parkplatz vor dem Dorfeingang. Als Tourist gehst du ab hier zu Fuß. In Nyord By kannst du das Dorf erkunden und den einen oder anderen kleinen Künstlerladen oder Flohmarkt anschauen.

Galleri Nyord og runas 
Kleine Flohmarkthütte
Im Ortskern siehst du die kleine Nyord Kirke. Etwas weiter findest du den Nyord Havn und das Lodsmuseum – das kleinste Museum Dänemarks. Letzteres ist definitiv einen kurzen Besuch wert und eignet sich hervorragend als Fotospot. Wer einen Kaffee, Kuchen oder etwas Deftiges möchte, wird z. B. im Innenhof von GastrÖ Nyord fündig. Wir finden den Cappuccino sehr lecker und können diesen herzlichst empfehlen.

Nyord Kirke 
Nyord Lodsmuseum
Nach etwa zwei Stunden haben wir den kleinen Ort erkundet und fahren über die Brücke zurück auf das Festland. Würden wir Nyord noch einmal besuchen? Definitiv.
Den zweiten Teil des Tages bis zum Abend verbringen wir am Ulvshale Strand. Auf dem Rückweg nach Stege kannst du dort stoppen, dich auf dein Strandtuch legen und sogar schwimmen gehen. Es gibt Abschnitte mit feinem Sand, aber auch mit Steinen. Ein paar kleine Bernsteine finden wir ebenfalls, allerdings müssen wir lange danach suchen.

Dünen entlang des Badestrandes 
Steinstrand
Zum Abschluss des Tages essen wir in Stege zu Abend. Stege ist eine kleine Hafenstadt und bietet neben einigen Geschäften auch mehrere Restaurants. Als Vegetarier mit großem Hunger entscheiden wir uns für das Restaurant Tea Time. Das Personal ist sehr freundlich und die vegetarischen Dumplings sowie die Nudelgerichte schmecken uns gut. Stege war nett, aber kommt an das bereits Gesehene nicht ran.
Tag 9: Lolland – Dodekalitten, Fehmarnbelt-Tunnel und Scandlines
Am nächsten Morgen führte uns unser erster Stopp zu den Dodekalitten. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „Dodeka“ für „zwölf“ ab. Das Kunstwerk des Bildhauers Thomas Kadziola besteht aus zwölf monumentalen, aus Granit gehauenen Steinfiguren, die eindrucksvoll in die sanfte Hügellandschaft Lollands eingebettet sind.
Wir haben im Fischerdorf Kragenæs geparkt und sind von dort aus ca. 18 Minuten zu den Dodekalitten spaziert. Der Weg führt zunächst durch einen Waldabschnitt und anschließend über einen Feldweg. Am Feldweg wachsen zwischen dem Getreide wunderschöne Mohnblumen im Juni. Für uns gehörte der Weg mit Blick auf die Dodekalitten irgendwie zum Kunstwerk dazu. Bei heißen Temperaturen empfiehlt sich ein guter Sonnenschutz.

Weg zu Dodekalitten
Die 7 bis 9 Meter hohen Figuren sind in einem Kreis angeordnet, der einen Durchmesser von 40 Metern misst. Im Hintergrund erklingt Musik. Das Projekt begann 2009 und wurde über fast zwei Jahrzehnte hinweg schrittweise verwirklicht. Am 16. Juni 2026 – kurz bevor wir dort waren – weihte Königin Mary von Dänemark mit der Enthüllung der zwölften und letzten Granitfigur „Ymrir“ das vollständige Kunstwerk offiziell ein.
An den Dodekalitten haben wir uns auf die Steine gesetzt. Manche Besucher hatten sogar eine Picknickdecke und Verpflegung dabei – ideal für alle, die etwas mehr Zeit mitbringen.

Dodekalitten 
im Vordergrund: „Ymrir“
Wer möchte, kann nach dem Besuch statt denselben Weg zurückzugehen den Rundweg über das Fischerdorf nehmen und sich in einem Café ein Eis, einen Kaffee oder ein Stück Kuchen gönnen. Für uns war der Ort definitiv einen Stopp wert.

Wegweiser zum Fischerdorf Kragenæs 
Fischerdorf Kragenæs
Bevor es auf die Fähre geht, machen wir noch einen kurzen Halt am Aussichtspunkt „Pilen“ (Der Pfeil). Von dort aus können wir die Bauarbeiten des Fehmarnbelt-Tunnels verfolgen – das größte Bauprojekt in der dänischen Geschichte. Mit einer Fläche von rund 300 Fußballfeldern ist es die größte Baustelle Nordeuropas.
Auf dem Weg zur Spitze der Aussichtsplattform informieren mehrere Tafeln darüber, wie ein Absenktunnel gebaut wird und welche Chancen dieses Projekt für die Region bietet. Zusammengefasst soll es den Transport von Gütern und Personen verbessern und zur Verkehrswende in Europa beitragen. Wer also vor der Abfahrt mit dem Schiff noch etwas Zeit hat, sollte sich dieses gigantische Projekt ansehen. Alternativ kann man auch von der Fähre aus einen Teil der Baustelle sehen.
Dann traten wir unsere Rückfahrt nach Deutschland an. Mit unseren zuvor gekauften Online-Tickets kommen wir problemlos durch die Schranken zur Fähre Scandlines. Nach etwa 20 Minuten begann das Boarding. Über eine Rampe fuhren wir auf das Deck. Während der Überfahrt mussten wir das Fahrzeug verlassen. Das hätten wir ohnehin gemacht, denn die 45-minütige Überfahrt lässt sich an Deck mit einem schönen Ausblick richtig genießen. Wir haben uns einen kleinen Snack mitgenommen, an Bord gibt es aber auch Essen, Getränke und einen Shop. Die Überfahrt verläuft sehr ruhig, es weht kaum Wind. Möwen fliegen über das Schiff und suchen vermutlich nach ein paar Brotkrümeln.
Die Fähre bringt uns nach Fehmarn. Von dort aus fahren wir ohne weiteren Stopp zurück nach Kiel. Rechtzeitig schaffen wir es noch zum Konzert von The Rasmus auf der Kieler Woche.
Mit vielen unvergesslichen Eindrücken, abwechslungsreichen Landschaften und spannenden Erlebnissen endete damit unsere Rundreise durch Dänemark.






































Hi, this is a comment.
To get started with moderating, editing, and deleting comments, please visit the Comments screen in the dashboard.
Commenter avatars come from Gravatar.